Akalei

Große Akalei-Liebe im Frühlingsgarten

by Antje Gerstenecker

Wie kleine Feen schweben die Blüten der Akaleien über dem Frühlingsgarten. Ich liebe die filigranen Blüten, die alljährlich im Mai und Juni in unserem Garten in allen möglichen Farbnuancen blühen.

Die bezaubernden Frühlingsblumen sind relativ anspruchslos und umkompliziert. Sie säen sich nach der Blüte selber aus und gedeihen sogar in Mauerritzen und zwischen den Steinplatten auf Balkonen und Terrassen. Vielleicht steht gerade deshalb mancher Hobbygärtern der Akalei recht feindselig entgegen und betrachtet sie gar als Unkraut.

Ist Akalei Unkraut?

So können sich meine Mutter und ich nicht wirklich einigen, ob die Akalei nun eine wunderschöne Bereicherung des Gartens oder ein wucherndes Übel ist. Während ich die Pflänchen hege und pflege – und die verblühten Blüten so lange stehen lasse, bis sich auch ganz sicher ausgesät haben – rupft sie jedes noch so kleine Pflänzchen sofort aus den Beeten um sicherzugehen, dass die Akalei den Garten keinesfalls einnimmt.

Über 70 verschiedene Arten sind bekannt. Die Staudenpflanze, die zu der Familie der Hahnenfussgewächse gehört, wächst im Halbschatten ebenso wie in der prallen Sonne und wird – je nach Standort – zwischen 15 und stattlichen 90 Zentimetern hoch.

Ist Akalei giftig?

Blüte und Blätter der Akaleien sind leicht giftig, Blätter, Wurzeln und Samen werden aber in der Pflanzenheilkunde verwendet. Essen solltet ihr sie also nicht – aber wer will das schon? Schließlich bewundern wir die zauberhaften Blüten doch lieber so lange wie möglich im Garten.

Wann pflanzt man Akalei am besten?

Im Frühling kann man im Handel schon blühende Pflanzen kaufen. Wenn ihr sie selber säen wollt, tut dies am besten im Frühling. Von Februar bis März könnt ihr die Pflänzchen auf der Fensterbank vorziehen oder ihr sät ab April die Samen direkt ins Beet. Blühen wird die Pflanze dann aber erst im folgenden Jahr.

Dann allerdings habt ihr eine treue Begleiterin für viele Jahre. In den Blüten bildet die Pflanze Samen und pflanzt sich so selber fort. Dabei mischen sich die verschiedenen Arten und führen zu immer neuen Farbkombinationen.

Wer vermeiden möchte, dass sich die Pflanze unkontrolliert im Garten ausbreitet, sollte direkt nach der Blüte die Pflanzen zurückschneiden. Wer die Samen gewinnen möchte, muss bis Juli/August warten. Dann werden die Fruchtkapseln braun und man kann die Samen ganz einfach ein eine Schale schütteln.

Immer neue Farbkombinationen

Jedes Frühjahr überraschen mich die Blüten in immer neuen Farbkombinationen. Ich liebe jede einzelne und bin immer wieder aufs neue gespannt, in welchen Farben die Blüten unseren Garten verzaubern.

Gebt den Akalei eine Chance – es wäre viel zu schade auf ihre märchenhaften Blüten im Frühlingsgarten zu verzichten.

Was sagt ihr dazu? Sind Akalei für euch eher Fluch oder Segen? Unkraut oder Traumblüten?

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